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Schräge Typen-Merkwürdige Begegnungen (Mein Fach Religion / Religion Sek I)

Die Frage nach der eigenen Identität gehört zu den drängendsten Fragen im Leben junger Menschen – und sie ist zugleich eine zutiefst theologische Frage. Das Konzept des Lernens an Vorbildern und Leitfiguren zeigt, dass gerade die Auseinandersetzung mit fremden Lebenserfahrungen und Entscheidungen einen Spiegel für die eigene Selbstvergewisserung bieten kann. Dabei müssen es nicht immer die großen, bekannten Gestalten der Bibel sein, die diesen Impuls geben – manchmal sind es gerade die schrägen Typen, die Randfiguren und gebrochenen Helden, die besonders berühren.

Das Heft eröffnet anhand ausgewählter Erzählungen aus der Apostelgeschichte überraschende Zugänge zu hochaktuellen Themen: Stephanus wirft die Frage auf, wie weit man mit dem eigenen Bekenntnis gehen will. Der Streit zwischen Simon Magus und Petrus thematisiert die Käuflichkeit religiöser Leistungen. Die Geschichte des äthiopischen Eunuchen wird zum eindrücklichen Beispiel für den Umgang mit religiöser, ethnischer und sozialer Diversität. Die Begegnung von Petrus und Kornelius fragt nach der Überwindung von Fremdsein und Feindschaft, und die Purpurhändlerin Lydia eröffnet als erste europäische Christin die Perspektive auf die gerechte Teilhabe von Frauen in Kirche und Gesellschaft. So verbindet das Heft bibeldidaktische Orientierung mit einem kompetenzorientierten Ansatz, der über bloßes Orientierungswissen hinausgeht und Deutungskompetenz fördert.

 

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